Jahresrückblick 2025: Ein Wechselbad der Gefühle

Über Sascha Sprikut
Sascha Sprikut
Fantasy Autorin
Jahresrückblick 2025 Sascha Sprikut

Für mich sind Blogs einer der schönsten Aspekte des Internets. Ich werde immer wieder traurig, wenn Blogs zu reinen Marketinginstrumenten verfallen. Darum freute ich mich sehr, als meine Autorinkollegin Andrea Hahnfeld einlud, bei der Jahresrückblog-Aktion von Judith Peters mitzumachen. Bei dieser Blogaktion schreibt man seinen eigenen Jahresrückblick nach ähnlichen Leitfragen und stärkt sich so gegenseitig in seiner Reichweite. Ich hatte sofort Lust, mitzumachen. Schon jetzt fühlt sich mein Jahresrückblick 2025 wie der Beginn einer neuen Tradition an.

Ich schreibe seit einigen Jahren stichwortartig einen privaten Jahresrückblick. Der ist jedoch deutlich unstrukturierter und kürzer. 2026 soll das Jahr werden, in dem ich mehr vernetze und meine Website vorantreibe. Darum kam diese Aktion wie gerufen.

2025 habe ich gelernt, dass viele Krisen und Probleme in der Rückschau auf einmal gar nicht so schlimm wirken. Ein Jahr, das stressig und herausfordern anfängt, kann sich in eine positive Richtung wandeln. Die meisten Probleme können gelöst werden und nicht alle Rückschläge sind permanent. Mein 2025 begann mit Stress, finanziellen Sorgen und einer äußerst nervigen Sportverletzung. Ich erinnere mich, wie ich im Februar mit meiner besten Freundin telefonierte und sie scherzhaft fragte, wo ich das Jahr wieder zurückgeben kann.  

Dabei hat sich 2025 ganz anders entwickelt. Das Jahr war ein Wechselbad der Gefühle und am Ende ging doch alles gut aus. Doch der Weg dahin war an manchen Stellen ganz schön fies.

Diese Themen haben mein 2025 geprägt

Warum ich meine Literaturagentur gekündigt habe – should I stay or should go?

Ich wollte schon immer vom Schreiben leben. Der klassische Weg dahin ist über einen großen namhaften Verlag. Und um in einem Verlag aufgenommen zu werden, braucht man einen Agenten, der einen vertritt und dich quasi an den Großverlag vermittelt.

Nur ist es fast so schwer einen Agenten zu finden, wie einen Verlag. Vielleicht sogar noch schwerer. Ich habe jahrelang sowohl nach Agenturen als auch nach Verlagen gesucht, ohne Erfolg. 2023 erhielt ich eine Antwort von einer kleineren Literaturagentur, die sich bereit erklärte, mich zu vertreten. Ich sah darin eine immense Chance und unterschrieb den Vertrag, ohne nachzuverhandeln. Ein Fehler, wie sich herausstellte.

Die Zusammenarbeit verlief nicht im Geringsten so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Es gab kaum persönlichen Kontakt, die Agentur antwortete kurz angebunden oder gar nicht auf E-Mails, und Telefonate waren auch unbeliebt. Auch Nachfragen zum Stand von eingereichten Projekten wurden nicht beantwortet. Ich merkte, dass ich mich der Agentur keine Fortschritte machte. Was mich besonders störte, war eine Klausel im Vertrag, die ich damals nicht beachtet hatte: Die meisten Agenturen schließen einen Projektvertrag mit ihren Autoren ab. Das heißt, dass sie immer nur ein Projekt des Autors vermitteln. Alles, woran der Autor sonst arbeitet, kann bei der Agentur landen, muss aber nicht.

Ich hingegen hatte einen Exklusivvertrag. Das bedeutete, dass alles, was ich schrieb, zuerst an die Agentur gehen musste. Erst, wenn die Agentur ablehnte, das Werk zu vertreten, durfte ich es selbst irgendwo einreichen. Das betraf alles, was ich schrieb, jede Kurzgeschichte, jedes Manuskript. Da ich immer öfter mit der Idee spielte, meinen Fantasyroman bei kleineren Verlagen anzubieten oder im Selfpublishing zu veröffentlichen, störte mich diese Klausel immens. Dazu kamen die mangelnde Kommunikation und Auskunftsbereitschaft und der ausbleibende Erfolg. Diese Gründe führten dazu, dass ich Anfang 2025 beschloss, den Vertrag zu kündigen.

Da war ich auch schon beim nächsten Problem. Der Vertrag war auf 36 Monate (also bis 2027) angesetzt. Erst danach hatte ich die Möglichkeit, zu kündigen.

Ich beschloss, die Angelegenheit auf die menschliche Art zu klären. Ich verfasste eine E-Mail, in der ich mich für die Zusammenarbeit bedankte und um eine Auflösung des Vertrags bat. Wieder Funkstille. Ich reichte die Bitte um Auflösung per Post ein.

Daraufhin erhielt ich die unfreundlichste E-Mail, die ich je gelesen hatte. Wie ich es denn wagen könnte? Warum kündigte ich, wenn die Zusammenarbeit doch angeblich so gut war? Meine Bitte wurde abgelehnt. Stattdessen erhielt ich das Angebot, mich für eine höhere dreistellige Summe aus dem Vertrag herauszukaufen. Das Ganze wurde als Aufwandsentschädigung bezeichnet. Ich war entsetzt, wütend und konnte tagelang an nichts anderes denken. 

Ich holte mir über Kontakte Rechtsberatung, debattierte lange über das Für und Wider und vergoss viele Tränen. Nach Monaten des Hin und Her verstand ich, dass ich so nicht mehr weitermachen konnte. Ich versuchte erneut, mit der Agentur zu reden, erhielt aber wieder nur das Angebot, mich rauszukaufen. Immerhin mit einer etwas freundlicheren Mail. Für mich kam es nicht infrage, bis 2027 auf die Art weiterzumachen. Darum zahlte ich die Summe. Der Vertrag wurde aufgelöst.

Ich schreibe so ausführlich darüber, weil für die meisten Autoren, die Aufnahme in eine Literaturagentur ein wahr gewordener Traum ist. Für mich war es das. Die Zusammenarbeit mit meiner Agentur zeigte mir, dass ich in Zukunft vorsichtiger bei Verträgen sein muss und dass manche Agenturen nicht zu einem passen.

Auf dem Bett arbeiten, weil der Wasserschaden unsere Wohnung blockiert
Auf dem Bett arbeiten, weil der Wasserschaden unsere Wohnung blockiert

Die Sache mit dem Geld

Zusätzlich zum Ärger mit der Agentur startete das Jahr mit weiteren finanziellen Hürden. Nach dem ersten Mastersemester an meiner Hochschule verstand ich, dass ich die falsche Wahl getroffen hatte. Ich beschloss, den Master zu wechseln. Ich habe das große Glück, dass ich seit meinem Bachelorstudium von einem staatlichen Stipendium gefördert werde. Die Stiftung erklärte sich bereit, den Wechsel zu unterstützen, allerdings müsste ich dafür die bisherige Leistung zurückzahlen. Soweit logisch. Trotzdem tat eine Rückzahlung von 1200 Euro ziemlich weh.

Ein weiterer Kostenfaktor war der freiwillige Aufnahmetest für die Universität, an der ich mich bewarb. Da ich unsicher über meine Zulassungschancen war, beschloss ich den Test zu machen und steckte Monate der Vorbereitung hinein. Die Kosten beliefen sich auf 60 Euro für das Vorbereitungsmaterial und 320 Euro für den Test. Das ist eigentlich die Stelle, an der ich gerne meine Erfolgsgeschichte erzählen würde. Wie sich Monate harter Arbeit gelohnt haben und zu einem Erfolgsergebnis führten. Das Ergebnis war ernüchternd: Ich fiel haushoch durch den Test. Für eine Wiederholung war es zu spät und es war mir auch einfach zu teuer. Ich musste mich ohne den Test bewerben.

Im August erfuhr ich, dass ich doch die Zulassung geschafft hatte. Der Test wäre also gar nicht nötig gewesen. Da war mein Ärger zum Glück schon wieder rum und ich konnte mich einfach freuen.

Wenn dann auch noch die Gesundheit dazu kommt

Kraftsport hat mein Leben verändert. Ich habe schon immer Sport gemacht, Kampfsport (Kung-Fu, Kickboxen, Karate), Badminton, Yoga, Bouldern. Nichts davon hat mein Leben so nachhaltig beeinflusst wie das Trainieren mit Gewichten. Mir ging es nie um mein Aussehen, sondern um die Effekte. Durch den Sport fühlte ich mich kräftig und stark. Ich bin eine recht kleine Person und hatte lange Respekt davor, schwerere Gegenstände hochzuheben. Durch den Kraftsport wurde ich nicht nur stärker, sondern auch geschickter und selbstsicherer.

Allerdings birgt Kraftsport wie jede Sportart ein Verletzungsrisiko. Ich blieb lange vor Verletzungen verschont, bis zu diesem Jahr. Eine Muskelverletzung in der Brust. Das Schlimmste waren nicht die Schmerzen. Der Brustmuskel sitzt super zentral und wird quasi durch alles mitbelastet. Auf der Seite schlafen, Yoga, sogar Joggen sorgten dafür, dass meine Schmerzen sich verstärkten. Backpacking in Thailand sowie ein Tauchkurs trugen auch nicht unbedingt zu meiner schnellen Genesung bei. Jedes Mal, wenn ich glaubte, es überstanden zu haben, kehrten die Schmerzen zurück. Irgendwann hatte mein Mann die geniale Eingebung, dass das Tragen von Rucksäcken die Verletzung verschlimmern könnte (Thailand lässt grüßen). Und tatsächlich, war dem so. Auch die Ärztin konnte die Vermutung meines Mannes bestätigen. Die nächsten Monate trug ich keine Rucksäcke und hob nichts Schweres mehr hoch. Die Verletzung verheilte.

Meine Verletzung lehrte mich umsichtiger zu sein und stärker auf meinen Körper zu hören. Ich hatte mehrfach in Folge meine Gewichte erhöht und mit einer höheren Intensität trainiert als für meinen Körper gut war. Die Verletzung warf mich Monate in meinem Fortschritt zurück und verhinderte sogar, dass ich andere Sportarten durchführen konnte. Gleichzeitig zeigte mir die Verletzung jedoch auch, dass Kraftsport einfach mein Lieblingssport bleibt.

Auf einmal kommt doch ein Buch

Im Februar verbrachten mein Ehemann und ich eine wunderschöne Woche in Barcelona, um dem Winter zu entfliehen. Es war während dieses Urlaubs, dass ich eine E-Mail von der Agentur erhielt, dass mein Manuskript für einen Liebesroman auf einmal doch einen Abnehmer gefunden hatte. Mir kam es ein bisschen merkwürdig vor, dass kurz nach meiner Kündigung (zu dem Zeitpunkt war sie noch nicht gültig), ein Angebot kam.

Trotzdem freute ich mich. Und so wurde 2025 das Jahr, in dem ich meinen ersten Liebesroman verfasste. Die Agentur vertritt mich weiterhin bei diesem Projekt, allerdings nicht mehr bei anderen.

Jahresrückblick 2025: Ich in Barcelona
Jahresrückblick 2025: Ich in Barcelona

Wenn Träume sich verdoppeln

Nachdem ich den Vertrag mit meiner Literaturagentur aufgelöst hatte, beschloss ich mich auf eigene Faust an kleinere Verlage zu wenden, um meinen Fantasyroman zu veröffentlichen. Und tatsächlich erhielt ich eine Rückmeldung. Ein super sympathischer, engagierter Verlag wollte mein Manuskript bei sich aufnehmen. Auf einmal hatte ich nicht einen, sondern gleich zwei Verlagsverträge in der Tasche Obwohl ich mich über den Liebesroman gefreut hatte, war der Fantasyroman das Projekt, an dem mein Herz wirklich hing. Der Weg zur Veröffentlichung war lang. Ich hatte seit über einem Jahr Bewerbungen geschickt, auf die meisten kam nicht mal eine Absage.

Ich hatte zeitweise den Gedanken aufgegeben, den Roman jemals in einem Verlag zu sehen. Ich kann immer noch nicht glauben, dass es geklappt hat.

Das bedeutet: 2026 würde ich gleich zwei Bücher veröffentlichen, ein wahrgenommener Traum, der sich quasi verdoppelt hat. Das hat mich auch dazu inspiriert, einen weiteren Newsletter ins Leben zu rufen, der sich nur um den Fantasyroman drehen wird. Ein bisschen Buchlaunch und Marketing gehören schließlich auch dazu.

Der Verein, der mein Leben verändert hat

Anfang 2020 stand die Welt immer noch still und ich sehnte mich wie die meisten Menschen nach mehr Austausch. Besonders wichtig war es mir, andere Schreibende kennenzulernen. Über einen Podcast erfuhr ich zum ersten Mal vom Bundesverband für junge Autoren. Ich wurde kurzerhand Mitglied und bin bis heute froh, dabei zu sein. Auch 2025 hatte der BVjA einiges für mich zu bieten.

Jeden Monat veranstaltet meine Regionalgruppe Stuttgart einen Stammtisch, bei dem man mit anderen Autoren ins Gespräch kommt. Dort lernte ich dieses Jahr die liebe S. Brecht kennen, die meine Liebe zu Thrillern teilt. Außerdem erscheint im April 2026 eine Anthologie von unserem Stammtisch, zu der ich auch eine Kurzgeschichte beigetragen habe.

Auch die Seminare des BVjA sind immer einen Besuch wert. Ich besuchte ein Seminar mit einer Literaturagentin, ein Seminar mit dem Selfpublishing-Papst Matthias Matting und das Hauptseminar, das im Rahmen der Frankfurter Buchmesse stattfindet. Da hatte ich wieder viel Austausch mit der wunderbaren Andrea Hahnfeld. Sie hat auch mal einen ausführlichen Artikel zum Seminar geschrieben.

Ein weiteres Highlight war das Mentoringprogramm des BVjAs. Hier lernte ich tolle andere Mentees kennen und wir besuchten viele weitere Veranstaltungen rund um das Schreiben. Mein Mentor Ralf Gebhardt, der das Programm leitet, stand mir das ganze Jahr über mit Rat und Tat zur Seite und war mir eine riesige Unterstützung, sei es bei Marketing, Feedback zu meinen Manuskripten, rechtlichen Fragen oder einfach nur bei seelischem Support.

Wie ich zu einer Person wurde, die Feiern ausrichtet

Als ich mit dem Trinken von Alkohol aufhörte, wurde ich deutlich introvertierter und in mich gekehrter. Es hat einige Jahre gedauert, bis ich lernte, meine extrovertiertere Seite mit meinem nüchternen Ich zu vereinen. 2025 wurde ich 25 und beschloss, zum ersten Mal seit Jahren wieder großflächig meinen Geburtstag zu feiern.

Bei meiner Hochzeit im vergangenen Jahr merkte ich, welche Kraft es hat, all seine Liebsten an einem Ort zu vereinen und einfach ausgelassen zu feiern. Meine 25er-Party zählt zu einer der schönsten Erinnerungen des Jahres und war ein ganz besonderer Abend für mich.

Foto Party, Foto rein Torte

25er Party

Taufe

Im Oktober gab es einen weiteren besonderen schönen Anlass, Familie und Freunde zusammenzubringen. Ich beschloss mich taufen zu lassen. Es war eine Überlegung, die ich viele Jahre mit mir herumtrug, aber ich war nie sicher, ob und wann ich es machen wollte. Obwohl ich aus einer christlichen Familie stamme, haben meine Eltern weder mich noch meinen Bruder in der Kindheit taufen lassen. Sie wollten uns die Chance geben, unseren eigenen Weg zu gehen.

Ich setzte mich viele Jahre mit dem Glauben auseinander, las mehrmals die Bibel und verschiedene religiöse Bücher. Im Nachhinein bin ich meinen Eltern sehr dankbar für ihre Entscheidung, denn dadurch gaben sie mir die Möglichkeit, mich selbst aus freien Stücken für den Glauben zu entscheiden.

Mein Taufstein
Mein Taufstein

Abenteuer Familie

Ich habe lange mit mir gehadert, ob ich dieses für mich sehr private Thema online stellen möchte. Vor kurzem las ich einen Artikel von Judith Peters darüber, warum sie sich dazu entschieden hat, ihre Kinder im Netz zu zeigen. Obwohl ich ihre Meinung in den meisten Punkten nicht teile, war der Artikel trotzdem ein Denkanstoß. Judith ist der Meinung, dass gerade Mütter zu wenig Sichtbarkeit im Netz haben und dass das Thema Familie häufig versteckt wird. Mein Mann und ich wagen den nächsten Schritt und werden 2026 Eltern. 

Ich kenne viele Mütter, aber die meisten sind deutlich älter als ich. Allerdings kenne ich keine jüngeren Frauen, die sich bewusst entschieden haben, nicht erst die Karriere abzuwarten, sondern ein Kind zu kriegen. Meinem Mann und mir war früh klar, dass wir junge Eltern sein möchten. Umso dankbarer sind wir dafür, dass es 2025 geklappt hat.

Mein 2025-Fazit

Worauf bin ich 2025 stolz?

  • Masterwechsel
  • Tauchschein gemacht
  • Agentur gekündigt
  • Meinen ersten Liebesroman verfasst
  • Ja zu Freunden gesagt
  • Mein Leben ist analoger geworden (ich lese Bücher nur noch auf Papier, nutze klassische Notizbücher und habe wieder einen richtigen Wandkalender)
  • Ja, zu ungewöhnlichen Lebensentscheidungen

Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?

  • Meine Agentur zu verlassen
  • Auf eigene Faust nach Verlagen für meinen Roman zu suchen (mit Erfolg)
  • Meinen Master zu wechseln
  • Einen Tauchschein zu machen

Welche wichtigen Lektionen hat mir 2025 mitgegeben?

Warum habe ich mir eigentlich solchen Stress gemacht? Diese Frage stelle ich mir nach jeder schwierigen Situation, die ich erfolgreich überwunden habe.

Für mich war 2025 oft ein einziger Stress:

  • Drama mit der Literaturagentur
  • Finanzielle Engpässe
  • Wasserschaden in der Wohnung
  • Studiengangwechsel
  • Jobinterviews
  • Klausuren

 

Ende Februar hatte ich das Jahr innerlich schon abgeschrieben. Dabei hatte 2025 so viel mehr für mich zu bieten. Es war das Jahr, in dem ich …

… zwei Verlagsverträge unterschrieb.

… Thailand bereiste und einen Tauchschein machte.

… mit meinen Freundinnen den ersten Girls Trip seit vielen Jahren unternahm.

… eine wundervolle Werkstudententätigkeit fand.

… neue Freunde fand und zu alten zurückfand.

Mir weniger Krisen für 2026 zu wünschen, erscheint mir naiv und ziemlich sinnlos. Stattdessen wünsche ich mir einfach, die innere Ruhe, Krisen durchzustehen und das Beste aus den Situationen herauszuholen.

Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?

Es gibt so viele, wofür ich dankbar sein kann. An erster Stelle stehen meine Familie und meine Freunde, mir so wunderbar zur Seite standen und mit denen ich einfach unglaublich viel Lachen kann. Sie alle aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Statt nochmal all die wundervollen Erlebnisse des Jahres aufzuzählen, möchte ich auf etwas anderes hinweisen.

Ich bin dankbar für den Blog von Ryan Holiday, der mir den Impuls gab, ein Commonplace Buch anzufangen. Seitdem lese ich viel bewusster und deutlich aufmerksamer. Sein System Bücher zu lesen, hat meine Einstellung zum Lesen grundlegend verändert. Ich wünschte nur, ich hätte es früher entdeckt.

Mein 2025 in Zahlen

An manchen Stellen kam mir das Jahr ziemlich unproduktiv vor, ja geradezu erfolglos vor. Dabei ist dieses Gefühl ziemlich trügerisch. Denn beim Jahresrückblick stellte ich was ganz anderes fest:

  • Ich arbeitete an zwei Büchern: Eins davon entsteht im Zuge meiner Autorenausbildung an der Montségur-Akademie. Das zweite ist mein Liebesroman, der quasi fertig geworden ist. Zusammengenommen sind das 165.231 Wörter, umgerechnet 661 Seiten.
  • Ich habe siebzehn Blogartikel veröffentlicht: Zwölf sind Teil meines Autorenblogs auf Substack und landen quasi als Newsletter bei meinen Abonnenten. Ein Artikel ist ein persönlicher Essay, in dem ich mit der Arbeitswelt abrechne und vier haben mit meinem Podcast Autoren auf der Spur zu tun.
  • Ich habe vier Podcastfolgen hochgeladen und vier weitere aufgenommen, die ich noch schneiden muss.
  • Ich war an einer Anthologie beteiligt: Die Stuttgarter Regionalgruppe des Bundesverbands für junge Autoren hat 2025 zusammen mit einer lokalen Galerie an einer Kurzgeschichtenanthologie gearbeitet. Das fertige Buch erscheint im Frühjahr 2026.
  • 2025 war das Jahr der Autorenveranstaltungen: Ich besuchte neun Autorenseminare, eine Buchmesse und eine Lesung.
  • Außerdem überarbeitete ich meine Website und setzte einen neuen Newsletter für den Launch meines Fantasyromans auf.
  • Ich war in vier Ländern: Seit meiner Zeit in Portugal interessiere ich mich mehr fürs Reisen. 2025 war ich in Österreich, Portugal, Spanien und Thailand unterwegs. Zusätzlich entdeckte ich bei einem Kurzurlaub im Spreewald auch einen neuen Teil von Deutschland.

Mein Ausblick auf 2026

Was ich 2026 anders (besser) mache

Ich kann schwerlich meine Umgebung beeinflussen, aber ich kann beeinflussen, wie ich auf meine Umgebung reagiere. 2026 möchte ich mit mehr Ruhe auf Herausforderungen und Stress blicken. Einer der wichtigsten Faktoren, der mit meiner emotionalen Gefühlslage korreliert ist die Präsenz von digitalen Medien. So habe ich für mich die Regel festgelegt, direkt nach dem Aufstehen nicht aufs Handy zu schauen. Außerdem möchte ich noch stärker darauf achten, immer ein (physisches) Buch zur Hand zu haben, damit ich bei Wartezeiten nicht Handy greife. Ich möchte wieder mehr in mein Notizbuch schreiben und das Gefühl der Langeweile ertragen.

Meine Projekte für 2026

  • Ich möchte mich einen erfolgreichen Buchlaunch für meinen Fantasyroman durchführen und mich ins Thema Marketing reinhängen. Falls du an Fantasy interessiert bist und gerne mal etwas Fiktives von mir lesen möchtest, kannst du gerne auf der Buchseite (momentan noch im Aufbau) oder bei meinem Newsletter vorbeischauen.
  • SEO! Meine Website wird gerade mehr durch Zufall entdeckt und häufig auch schnell wieder verlassen. 2026 möchte ich einen kritischen Blick in meine Google Analytics Zahlen werfen und endlich herausfinden, wie ich mehr Besucher kriege.
  • Ich will wieder regelmäßiger schwimmen und meine Kraftsportroutine durch eine zweite Sportart erweitern.
  • Mein Motto für 2026 heißt: Wenige Dinge gut machen.

2 Antworten

  1. Ein wunderbarer Rückblick, liebe Sascha. Und es freut mich sehr, dass 2025 in der Rückschau trotz aller Widrigkeiten ein gutes Jahr war. Kann nicht fassen, dass du in einem Jahr 165K an Wörtern geschrieben hast 😳 Ich drücke ganz fest die Daumen für 2026 und du bist nicht die einzige, die sich fürs junge Eltern sein entschieden hat. Habe noch zwei Freundinnen, die das auch so gewählt haben. ☺️ Ich wünsche dir und Philip ganz viel Freude bei diesem neuen Lebensabschnitt, der ja quasi schon begonnen hat ❤️

    1. Liebe Andrea, vielen Dank für den lieben Kommentar und die Inspiration zum Jahresrückblick. Es hat schon was, so auf sein Jahr zurückzuschauen. Schreiben ist auch meine wichtigste Copingstrategie, wahrscheinlich kommen so die Wörter zustande. Ja, in unserem Umfeld sind wir tatsächlich die einzigen jungen Eltern. 😄 Das Hauptseminar des BVjA ist für 2026 aber weiterhin fest eingeplant. 🥰

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